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Das neue Album wurde sicherlich nicht nur von mir mit großer Spannung erwartet. Nun ist es da und Ernüchterung macht sich breit. Nicht etwa, weil Deathspell Omega etwas unerwartetes gemacht hätte, sondern vielmehr, weil Fas – Ite, maledicti, in ignem aeternum so ziemlich genau in die, von mir erwartete, Richtung geht. Es ist ein insgesamt chaotisch und komplex strukturiertes Album geworden, ganz so, wie Deathspell Omega sich auf den drei letzten Veröffentlichungen Kénôse, Crushing the holy trinity und From the entrails to the dirt präsentierte.
Mit der kurz gehaltenen Einleitung Obombration beginnt das Album natürlich ruhig und atmosphärisch. Die Intensität nimmt mit dem Fortlauf jedoch immer weiter zu und gipfelt im Anfang von The shrine of mad laughter, welches schnell, laut und heftig über einen hereinzubrechen scheint. Der vom Schlagzeug getrommelte Rhythmus ist in dieser anfänglichen Phase sehr lebhaft und variabel, er wirkt zusammen mit der Vielzahl an schnellen Riffs, regelrecht chaotisch, da permanent etwas in Bewegung ist, ständig etwas Neues hinzukommt und etwas anderes ersetzt. Phasenweise ähnelt The shrine of mad laughter stark dem ersten Titel von Kénôse, gerade was die aberwitzige Gitarrenarbeit angelangt, wobei Deathspell Omega die Schraube des Wirren und Chaotischen hier noch etwas höher gedreht hat.
In ganz ähnlicher Art und Weise geht es auch mit Bread of bitterness weiter, das eher schleppend und druckvoll beginnt, dann aber gleichfalls in chaotischer Schnelligkeit versinkt. Es folgt dann jedoch recht bald eine ruhige, atmosphärische Passage mit sehr leisen, seichten Klängen und Tönen, sodass die zuvor wirre Atmosphäre augenblicklich einer klaren, dunklen Stimmung weicht. Im Anschluss an diesen Moment der Klarheit folgt ein langer, schneller Part der bisweilen sehr heftige und brachiale Auswüchse hat, da Deathspell Omega hier zum ersten Mal auch eingängig schnelle Spielweisen verwendet.
Das knapp zwölf Minuten lange The repellent scars of abandon and election, ist der längste Titel des Albums und besteht neben den schnellen, chaotischen Strukturen auch aus einem gut angelegten Mittelteil, der ruhig, düster, harmonisch und zunehmend druckvoll ist und in dem auch ein unverzerrter Chorgesang zu hören ist, der allmählich bizarrer wird.
Bizarre Elemente gibt es auch im letzten Stück, A chore for the lost, bevor das neue Album mit einem weiteren Obombration ausklingt. Neben den schnellen, zuweilen rasenden Strukturen enthält A chore for the lost einige düstere, harmonisch angelegte Passagen, die erneut ein wenig an Kénôse erinnern. Im mittleren Teil ist dann auch eine klare, rufende Stimme zu hören, umsäumt von schnellem Schlagzeug und wirren Gitarren, die einmal gar ein wenig in ein kurzes Soli abdriften.
So richtig gefallen will mir Fas – Ite, maledicti, in ignem aeternum nicht. Es ist mir insgesamt ein zu wirres und chaotisches Album, mit sehr komplexen und anstrengenden Strukturen. Spieltechnisch ist es zweifelsohne ein enorm anspruchvolles und aufwändiges Werk, dessen Schlagzeugspiel manchmal überirdisch erscheint, da die perfekte Umsetzung in punkto Schnelligkeit und Wechsel einfach erstaunlich und atemberaubend ist.
Fas – Ite, maledicti, in ignem aeternum enthält zwar auch harmonische und atmosphärische Elemente, die mir auch gefallen, doch ist es unterm Strich für mich zu wenig, da die schnellen und komplexen Strukturen ganz klar überwiegen. Wem die neueren Sachen von Deathspell Omega, ab Si monumentum requires, circumspice, besser gefallen als das Material zuvor, dem könnte das neue Werk durchaus auch gefallen, zumal es viele Details zu entdecken gilt. Für mich wird Deathspell Omega jedoch immer weniger interessant, da die letzte Veröffentlichung, die mich wirklich berührt hat, Kénôse ist.
Die Gatefold LP mit großem Poster sowie das Digipack sind natürlich, wie gewohnt, von hochwertiger Qualität und sehr anspruchsvoll aufgemacht. Trotzdem sollte man vor dem Kauf besser mal bei einem Kumpel probehören, da Fas – Ite, maledicti, in ignem aeternum sicherlich nicht jedem gefallen wird.
Aceust
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